Lastschwerpunktabstand

Lasten verteilen. Schwerpunkt beobachten. Kippkanten verstehen.

Was verändert die Last auf der Gabel?

Verschieben Sie die Palette mit Maus oder Finger auf der Gabel. Stellen Sie ihr Gewicht bis 2.000 kg und ihre Größe über die beiden Regler ein. Beim Vergrößern bleibt die hintere Palettenkante an ihrem Platz; der Lastschwerpunkt wandert nach vorne. Je weiter die Last vorne liegt, desto weiter wandert der gemeinsame Schwerpunkt zur Vorderachse. Eine seitlich versetzte Last verschiebt ihn auch zur Seite.

Standdreieck

Draufsicht · schematisch, nicht maßstäblich

Lastverteilung und gemeinsamer SchwerpunktDas Standdreieck verbindet beide Vorderräder mit dem Pendelpunkt der Hinterachse. Verschiebbare Lasten liegen vor der Vorderachse auf der Gabel. Lasten hier verschieben VorderradVorderradPendelpunkt HinterachseVordere Kippkante d
Stapler unbeladenGemeinsamer SchwerpunktPalettenschwerpunkt

Palette auf der Gabel

Beispielstapler: Eigengewicht 4.000 kg · Nenntragfähigkeit 2.000 kg bei 50 cm Lastschwerpunktabstand. Das Gewicht gilt für die gesamte beladene Palette. Größerer Abstand verringert die Modell-Tragfähigkeit.

Tragfähigkeit bei diesem Abstand (Modell)
Gewicht der Palette
Lastschwerpunktabstand d
Seitlicher Lastschwerpunkt

Der Abstand macht den Unterschied

Der Lastschwerpunktabstand d wird von der senkrechten Gabelrückenfläche bis zum Schwerpunkt der Last gemessen. Die Palette wird als gleichmäßig beladen angenommen: Ihr Lastschwerpunkt liegt in ihrer Mitte. Eine größere Palettentiefe vergrößert bei gleicher hinterer Kante den Lastschwerpunktabstand. Das Gewicht bleibt beim Ändern der Größe gleich. Für das Kippen nach vorne zählt der Hebelarm ab der Vorderachse: der Abstand zum Gabelrücken plus der Lastschwerpunktabstand d.

Der unbeladene Stapler startet hier mit seinem Schwerpunkt 50 cm hinter der Vorderachse. Die Position ergibt sich aus der Gewichtsverteilung des Staplers. Wie in einem Lehrbild wird der unbeladene Schwerpunkt in der Grafik nahe der hinteren Spitze dargestellt. Die Längsabstände sind dafür bewusst verzerrt; die Zahlenwerte beziehen sich auf das Rechenmodell. Mit zunehmender Last wandert der gemeinsame Schwerpunkt nach vorne. Verlässt sein Lot das Standdreieck, ist im Modell die Kippgrenze überschritten.

Wichtig für die Praxis: Je weiter die Last nach vorne rückt, desto weniger Gewicht darf der Stapler aufnehmen. Die Übung zeigt diesen Zusammenhang vereinfacht. Wie viel Ihr Stapler tatsächlich tragen darf, steht im Tragfähigkeitsdiagramm am Gerät. Auch die Hubhöhe und Anbaugeräte spielen dabei eine Rolle.

Grundlagen zu Lastschwerpunkt und Standdreieck (OSHA)

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